Ein Arzt berichtet, was am Männertag 2005 geschah

Von Dr. med. M. H. aus G.

Eigentlich hatte ich nicht vor, an den Männertag 2005 zu gehen. Doch meine Frau ermunterte mich, daran teilzunehmen und als Arzt interessierte mich das Thema zusätzlich. So habe ich mich kurzfristig noch entschieden, mit zwei Kollegen von unserem Männerstamm mitzureisen.

Am Samstagmorgen hatte ich den starken Eindruck mein Handy mitnehmen zu müssen, legte diesen Gedanken aber beiseite, da ich es nicht für notwendig erachtete. 

Dann kam die Geschichte mit dem Boot verlassen und den Schritt aufs Wasser zu wagen. Bei der Aufforderung von Daniel Hari, mit dem Handy auf die Bühne zu kommen, wurde mir sofort klar, warum ich am Morgen das Handy hätte einpacken sollte. Mir kam nämlich sofort eine meiner Patientinnen in den Sinn, für die ich beten wollte. Jetzt wusste ich, dass Gott etwas bewegen wollte. 
Glücklicherweise stellte mir mein Kollege sein Handy zu Verfügung, und ich durfte den Schritt aus dem Boot aufs Wasser hinaus wagen. Die Telefonnummer dieser Patientin wusste ich zum Glück auswendig, da sie nur in der letzten Zahl von derjenigen meines Frisörs abweicht. Als ich die Frau von der Bühne aus anrief, kam sie soeben vom Einkaufen nach Hause und staunte nicht schlecht, von mir einen völlig unerwarteten Anruf zu erhalten. Nach einer kurzen Erklärung willigte sie für das Heilungsgebet via Handy ein. 
Bei der Frau handelte es sich um eine schwerst depressive Patientin, die seit Jahren unter dieser Depression leidet. Ich betreue sie als ihr Hausarzt, daneben kümmern sich ein Chefarzt einer Psychiatrischen Klinik und eine Chefärztin einer Universitätsklinik intensiv um sie und dies über Monate und Jahre hinaus. Nebst Psychotherapie und Seelsorge nimmt sie hohe Dosen mehrerer Antidepressiva ein. Es wurde mit dieser Frau auch schon viel gebetet, auch um Heilung, und ich könnte da einen ganzen Katalog aufzählen, was alles unternommen wurde, um ihr zu helfen. Diese schwerkranke Frau kam mir also wie aus heiterem Himmel in den Sinn; für sie sollte ich nach vorne gehen. Das Heilungsgebet, welches gesprochen wurde, hatte sie nur teilweise verstanden, da die Übertragungsqualität schlecht war. Ich verabschiedete mich und sagte ihr, dass sie sich jetzt einfach überraschen lassen solle, was geschehen würde.

Am Sonntag sah ich diese Frau in der Kirche und konnte es natürlich nicht verklemmen zu fragen, ob sie etwas erlebt habe. Sie erzählte mir, wie plötzlich am Samstagnachmittag ein Päckchen vom Himmel herabgekommen sei mit der Aufforderung: "Pack es aus!" Und sie erlebte eine Freude, wie sie seit Jahren nicht mehr erlebt hatte. Am Sonntagmorgen hätte es sie förmlich in den Gottesdienst gezogen, wie mit einem gewaltigen Sog.

Normalerweise musste sie sich jeweils enorm anstrengen, um die Kraft aufzubringen, am Morgen in den Gottesdienst zu gehen.

Nun sind seit dem letzten Männertag schon einige Wochen und Monate vergangen, und das schöne an der Geschichte ist, dass es der Patientin immer noch gut geht. Wir konnten in der Zwischenzeit die Medikamentendosen ganz wesentlich abbauen und es geht ihr immer noch so gut, wie seit Jahren nicht mehr.

Interessant ist auch, dass sie wieder Freude am Bildermalen hat. Ihre Bilder sind so eindrücklich, dass es ein Vorrecht ist, sie zu betrachten. Man sieht an diesen Bildern, wie sich diese Frau gewandelt hat; es kommt einem in den Bildern förmlich entgegen. Ich kann nur sagen: "Danke, himmlischer Vater, dass du auf so geniale Weise eingegriffen hast und dass du eine so wunderbare Regie geführt hast."

Die Patientin hat mir später dann auch erklärt, dass man sie mit 1'000 Pferden nicht an eine solche Heilungsveranstaltung gebracht hätte. Zum Teil sicher auch aus Resignation über die unzähligen Gebete, die für diese Frau schon gebetet wurden. So musste Gott andere Wege finden, um heilend eingreifen zu können und wie in diesem Fall sogar auch übers Handy.

Als ich auf die Bühne stieg, war ich überzeugt, dass Gott etwas bewegen wollte. Einerseits war da der Widerstand, den ich verspürte, an diesem Männertag teilzunehmen. Dann der Impuls, am Morgen vor der Abfahrt mein Handy einzupacken und drittens, das Boot zu verlassen und aufs Wasser hinauszutreten. Ich durfte einfach einen Glaubensschritt tun im Vertrauen auf Gott, dass er in eine Situation eingreift, wo wir als Mediziner nicht weiterkamen.

Es ist wirklich Grossartiges geschehen. Gott allein gebührt die Ehre, Anbetung und Dank!


(Diese Zeilen habe ich im Einverständnis mit dieser genannten Patientin geschrieben und ich hoffe, sie dienen den Lesern zur Ermutigung.)


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